„Kurz bevor das jüdische Chajes-Realgymnaisum in Wien durch Druck und Zwang der NSDAP geschlossen werden musste, sprach dessen Schuldirektor folgende Worte, welche bis heute resonieren:
„Ich weiß nicht, welche Zukunft ihr vor euch habt. Aber eines kann ich euch sagen: Man wird länger Schma Jisrael als ‚Heil Hitler‘ sagen“.
-Dr. Viktor Kellner, Direktor des ehem. Chajes-Realgymnaisums, 1938
An Zitate wie diese haben wir uns im Rahmen der feierlichen Preisverleihung des Hillel-Awards zurückerinnern lassen. Der ABA-Preis, welcher heuer zum zweiten Mal in der jüdischen Zwi-Perez-Chajes-Schule in Wien verliehen wurde, zielt darauf ab, junge Schüler*innen dazu zu ermutigen, sich mit komplexen Fragestellungen rund um jüdisches bzw. christlich-jüdisches Zusammenleben in Geschichte und Gegenwart auseinanderzusetzen. Er wird vom Koordinationsausschuss für christlich-jüdisches Zusammenleben verliehen, mit der Mission, durch geförderte Bildungsarbeit zur Beseitigung des Antisemitismus beizutragen. Ich hatte die Ehre, beim diesjährigen Award den dritten Platz zu belegen und eine ABA-Auszeichnung für meine englischsprachige Arbeit „The Instrumentalization of Holocaust Memory in the USA“ zu erhalten!
Im Rahmen der Veranstaltung durfte ich außerdem an einem informativen Begleitprogramm teilnehmen, betreut von Rabbiner Yuval Katz-Wilfing. Hier hatte ich die Möglichkeit, mich mit den anderen Preisträger*innen auszutauschen und interessante Gespräche über jüdische und christliche Weltbilder zu führen, welche mir durch Zitate von bekannten Gelehrten und Mystikern nähergebracht wurden.
Ein wirklich spannender Einblick in das Leben der jüdischen Gemeinschaft Wiens und ein krönender Abschluss einer langen Phase des wissenschaftlichen Arbeitens in diesem Themenbereich!
Einen besonderen Dank möchte ich Prof. Schabauer für ihre engagierte Betreuungsarbeit aussprechen, welche mir alle Erfahrungen ermöglicht hat!
Jonathan Unger, 8CG







