Natur und Technik live erleben – Unsere Reise in die Welt der Wissenschaft

Vom 26. bis 30. April sind die Klassen 6AR und 6BR gemeinsam mit den Professor/innen Beate Steli, Martin Götz und Elisa Bofill Cardona auf NaWi-Reise gefahren. Heuer führte die naturwissenschaftliche Reise zunächst nach Deutschland (München und Solnhofen) und endete schließlich in Grünau in Oberösterreich.

Neben einem Besuch der Volksternwarte sowie des PhotonLab-Instituts der TU München gab es zahlreiche weitere Highlights, über die die Schüler/innen der 6AR im Folgenden (siehe unten) berichten.

Das Deutsche Museum

Unser Besuch im Deutschen Museum in München war wirklich etwas Besonderes, vor allem wegen der tollen Führung. Unser Guide erklärte uns die Themen aus Chemie und Physik auf sehr spannende und verständliche Weise.

Besonders interessant fanden wir die Informationen zur Atomenergie und zur Atombombe, weil dabei nicht nur die Technik, sondern auch die Hintergründe und Folgen erklärt wurden. Das hat uns wirklich zum Nachdenken gebracht.

Wusstet ihr, dass im Oktober 1961 die stärkste Bombe der Geschichte gezündet wurde? Es handelte sich um eine Wasserstoffbombe, die in Russland gezündet wurde. Sie war so stark, dass ihre Druckwelle die Erde dreimal umrundete. Sogar in Finnland, Schweden und Norwegen zerbrachen Fensterscheiben durch die Kraft der Wellen.

Ein weiteres Highlight war die Mondlandung – es war beeindruckend zu hören, wie aufwendig und mutig dieser Schritt für die Menschheit war.

Insgesamt war es eine sehr spannende und lehrreiche Erfahrung, die uns gezeigt hat, wie faszinierend Naturwissenschaften sein können.

Emilia, Sarah, David, Florian

Logistik extrem: Unser Tag im MAN-Werk 

 Am Dienstag haben wir uns angeschaut, wie es in der Industrie wirklich zugeht – und zwar direkt bei MAN, einem Unternehmen, das sich mit Lkw- und Kfz-Technik beschäftigt. Schon der Start war ziemlich cool: Wir sind mit einem Elektrobus direkt aufs Werksgelände gefahren. Am Anfang gab es einen Vortrag über Sicherheit und allgemeine Abläufe.

Was uns in den Hallen am meisten erstaunt hat, war die Logistik. Alles passt perfekt zusammen. Überall hängen Bildschirme, die den aktuellen Stand der Produktion anzeigen. Dort steht zum Beispiel eine „+2“, was bedeutet, dass die Arbeiter*innen zwei Lkw vor dem Zeitplan liegen. Wenn eine „-1“ erscheint, wissen alle sofort: Wir müssen einen Zahn zulegen, damit wir heute rechtzeitig fertig werden.

Das Verrückte ist: Diese Präzision fängt nicht erst am Band an. Uns wurde erklärt, dass schon zwei Wochen vorher auf die Minute genau feststeht, welcher Lkw an diesem speziellen Tag produziert wird. Jedes Teil, vom riesigen Motor bis zur kleinsten Schraube, muss also genau zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein. Wenn man das so live sieht, versteht man erst einmal, was „Logistik extrem“ eigentlich bedeutet.

Am Ende des Tages war es wirklich beeindruckend zu sehen, wie aus Tausenden von Einzelteilen durch Planung und Technik ein fertiger Lkw entsteht.

Nach der Führung durften wir außerdem selbst einen Blick in die Lkw werfen.

Maxi R, und Paul

Unser Ausflug in die Fossilienwelten Solnhofen 

Wir machten gemeinsam einen spannenden Ausflug in die Fossilienwelten Solnhofen. Schon am Morgen war es sehr warm, und die Sonne schien den ganzen Tag. Besonders interessant war der Besuch im Steinbruch. Dort durften wir mit unserem Guide Thomas selbst nach Fossilien suchen. Mit Hammer und Meiß(s)eln (Nils Meisel, Tobias Meisl) machten wir uns an die Arbeit und hofften auf besondere Funde. Thore hatte dabei besonders viel Glück und fand gleich drei Fischfossilien. Thomas war davon begeistert und rief: „Fisch! Sensationell!“. Diese Knochenfische stammten aus der Jurazeit. Außerdem wurden in der Umgebung des Steinbruchs die einzigen Archäopteryx-Fossilien gefunden. Dieser Urvogel gilt als Brückentier zwischen Reptilien und Vögeln. Insgesamt lernten wir viel über Fossilien und darüber, wie sie entstanden sind. Der Tag war spannend, lehrreich und hat uns allen viel Spaß gemacht.

Thore und Egon

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Abendprogramm

Am Dienstagabend fand das Fußballspiel zwischen PSG und Bayern München statt. Die Leute, die nicht zum Public Viewing gegangen sind, konnten sich zwischen Billard und Bowling entscheiden. Beim Public Viewing wurden viele Emotionen gezeigt, und es war ein sehr spannendes Match. Zeitgleich wurden beim Billard unglaubliche Schüsse gemacht, und beim Bowling haben die Lehrer die Schüler gnadenlos besiegt. Es war für alle ein lustiger Abend.

Das Public Viewing zum Halbfinale zwischen Paris Saint-Germain und FC Bayern München haben wir mit der Schule und unserem Lehrer Herr Prof. Götz besucht. Wir saßen seitlich im Raum auf Tribünen, aufgeteilt in zwei Gruppen (7 und 13 Personen), mit Blick auf den großen Saal und die Leinwand in der Mitte. 
 
Die allgemeine Stimmung dort war eher schwach, aber wir haben als Österreicher deutlich mehr Stimmung gemacht als viele andere. Mit ein paar Deutschen vor uns haben wir uns trotzdem gut verstanden. 
 
Das Spiel war spannend und endete 5:4 für Paris. 

Pascal, Maxi H. Theo, Tobi M. und Nils

Ausflug in den Wildpark Cumberland (Grünau im Almtal, Oberösterreich) 

Groß waren die Erwartungen ehrlich gesagt nicht. Ein Wildpark irgendwo in den oberösterreichischen Bergen – nett, dachten wir, aber nichts Besonderes. Was dann folgte, hat uns eines Besseren belehrt. 

Schon die Anfahrt durchs Almtal ließ das Alltagstempo spürbar sinken. Am Parkplatz angekommen empfing uns vor allem eines: Stille. Keine unangenehme, leere Stille – sondern jene wohltuende, die aus Vogelstimmen, Wind und raschelnden Blättern besteht. 

Der Cumberland Wildpark ist kein Zoo. Die Wege führen durch echten Wald, die Tiere – Rothirsche, Wildschweine, Luchse, Steinböcke und viele mehr – leben in weitläufigen, naturnahen Gehegen. Man sucht sie, man wartet auf sie. Und genau das macht den Unterschied.

Was uns am meisten überraschte: wie tief die Entspannung war, die sich einstellte. Kein Programm, kein Urlaub hat uns zuletzt so schnell so weit runterkommen lassen wie dieser Nachmittag in Grünau. Die Natur lässt einem keine Wahl – man passt sich ihrem Rhythmus an, und der ist langsam, alt und vollkommen unbeeindruckt vom Rest der Welt. 

Ein faszinierender Einblick war, als die Wölfe die Bären attackierten.

Hugo und Laura

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